Die 10 schönsten Strände Französisch-Polynesiens
Französisch-Polynesien umfasst 118 Inseln in fünf Archipelen, verteilt über einen Meeresbereich so groß wie Europa. Das Rückgrat ist Tahiti — tatsächlich aber sind die Nachbarinseln Bora Bora, Moorea und die abgelegenen Tuamotu-Atolle die Strandlegenden. Lagunentemperaturen von 27 bis 29 Grad, Korallenriffe direkt vor den Holzstegen der Bungalows und eine Transparenz des Wassers, die wenige Orte weltweit bieten. Die Saison ist ganzjährig; von November bis April gibt es mehr Regen, von Mai bis Oktober ist es trockener.
1. Matira Beach, Bora Bora
Matira ist der einzige öffentlich zugängliche weiße Sandstrand auf Bora Bora. Die Lage ist außergewöhnlich: weißer Sand, das Wasser wechselt von hellblau über türkis zu tiefblau, und der erloschene Vulkan Mount Otemanu ragt als Kulisse dahinter auf. Die meisten Besucher kommen aus den nahegelegenen Luxusresorts; am frühen Morgen und bei Sonnenuntergang ist es ruhig. Wassertemperatur konstant 27 bis 29 Grad.
2. Temae Beach, Moorea
Moorea liegt 17 Kilometer westlich von Tahiti und hat eine Lagune, die zu den schönsten Polynesiens gehört. Temae Beach auf der Nordostseite ist der bekannteste öffentliche Strand: weißer Sand, das Wasser ist klar bis auf den Grund. Von der Küste aus sind Korallenformationen und Tropenfische sichtbar. Haie und Rochen schwimmen hier — friedlich, für erfahrene Schnorchler.
3. Bora Bora Lagune (Schnorchel-Spots)
Die gesamte Lagune von Bora Bora ist ein Schnorchel-Paradies: Mantarochen, Haie, Doradenköpfe. Motu Tapu (Privatinsel am Eingang der Lagune) hat einen schmalen weißen Sandstrand, der oft für Tagesausflüge von Resort-Booten angesteuert wird. Das Wasser in der Lagune ist ruhiger als außerhalb des Riffs.
4. Plage de la Pointe Venus, Tahiti
Pointe Venus ist der bekannteste Strand Tahitis: ein schwarzer Sandstrand (Vulkansand) an der Nordküste, wo James Cook 1769 den Venustransit beobachtete. Geschützter Leuchtturm und Park. Nicht das typische "weiße Sandstrand"-Bild — aber ein authentischer Tahiti-Strand mit historischer Bedeutung.
5. Naairoa Beach, Bora Bora
Naairoa liegt auf der Westseite von Bora Bora, abseits des Hotel-Hauptkorridors. Weniger entwickelt, mit einem kleinen Korallenriff vor dem Strand. Ideal für Tagesausflüge von der Hauptinsel, die das Motu-Erlebnis ohne Resort-Preise wollen.
6. Hana Iti, Huahine
Huahine ist die "wilde Schwester" von Bora Bora und Moorea: weniger entwickelt, tieferes Grün, ruhigere Atmosphäre. Plage Hana Iti liegt auf der Südspitze der Insel: weißer Sand, umgeben von Kokosnusspalmen, mit ruhigem Lagunenwasser. Erreichbar per Mopedausleihe von Fare (dem Hauptort) in 30 Minuten.
7. Terei'a Beach, Maupiti
Maupiti ist die kleine, kaum erschlossene Version von Bora Bora — mit ähnlicher Lagune und Vulkansilhouette, aber deutlich weniger Tourismus. Terei'a liegt auf dem nordwestlichen Motu: weißer Sand, türkisfarbenes flaches Wasser. Maupiti ist nur per Flugzeug oder Fähre von Bora Bora erreichbar und hat sehr wenige Unterkünfte.
8. Ta'ahiamanu Beach, Moorea
Ta'ahiamanu liegt an der Nordwestküste Mooreas und ist eine der schönsten Buchten der Insel: weißer Sand, geschütztes Wasser, Kokosnusspalmen. Blue Lagoon-Atmosphäre ohne Bora-Bora-Preise. Schnorcheln direkt vom Strand.
9. Hirifa Beach, Fakarava, Tuamotu
Fakarava ist ein UNESCO-Biosphärenreservat in den Tuamotu-Atollen. Hirifa auf der Südspitze des Atolls ist ein langer weißer Sandstrand am Pass Tetamanu — wo zweimal täglich Hunderte von Haien die Strömung nutzen. Auf dem flachen Riff sind Meereschildkröten und Papageienfische allgegenwärtig. Für Taucher und Hardcore-Snorchler.
10. Plage Publique Vaiava, Tahiti
Eine der wenigen öffentlichen Strandoptionen auf der Hauptinsel Tahiti nahe Papeete: kleiner weißer Strand mit ruhigem Lagunenwasser, von einheimischen Familien genutzt. Kein Resort, keine Infrastruktur — echter Alltag auf Tahiti.
Bora Bora: Der bekannteste Lagune der Welt
Bora Bora ist mit dem erloschenen Vulkan Mount Otemanu in der Mitte und der türkisfarbenen Lagune im Kreis die vielleicht ikonischste tropische Insel weltweit. Die Lagune wird durch ein Barrier Reef gebildet; das Wasser ist flach (zwei bis fünf Meter), warm (28 bis 30 Grad), und von außergewöhnlicher Klarheit. Haie (Schwarzspitzenriffhaie und Zitronenhaie), Mantarochen und Schildkröten sind regelmäßige Begegnungen im Lagunenwasser — als Schnorcheler direkt vom Strand aus sichtbar.
Über-Wasser-Bungalows wurden in Bora Bora (Hotel Bora Bora, eröffnet 1961) konzeptionell erfunden. Die Form — ein einzelner Bungalow auf Stelzen über dem Lagunenwasser, mit Glasbodenabschnitt — ist von dort aus in die gesamte tropische Inselwelt exportiert worden. Der Originalplatz ist heute verschwunden; das Format lebt in Hunderten von Malediven- und Polynesien-Resorts weiter.
Reiselogistik
Papeete (Tahiti) ist der Einflugpunkt. Air Tahiti verbindet die Hauptinseln. Bora Bora und Moorea sind direkt erreichbar. Tuamotu-Atolle erfordern Inlandsflüge von ein bis drei Stunden. Kosten: Französisch-Polynesien ist teuer; Bora Bora ist eines der teuersten Reiseziele Asiens/Pazifiks. Selbstversorger-Camping auf Atollatollen ist möglich und günstig als Alternative. Anreise aus Deutschland: Paris Charles de Gaulle hat Direktflüge nach Papeete (Air Tahiti Nui, 22 Stunden).
Auf der Karte erkunden
Alle Strände Französisch-Polynesiens — von den Society Islands bis zu den Tuamotu-Atollen — sind auf der interaktiven Karte eingetragen. Der Filter zeigt die Verteilung über den gesamten Pazifik-Archipel.