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Die 10 schönsten Strände Montenegros

Montenegro hat nur 293 Kilometer Adriaküste, aber eine erstaunliche Strandvielfalt: die beruhigte Bucht von Kotor im Norden, die Budva-Riviera mit ihrem Strandleben, und die weniger erschlossene Ulcinj-Region im Süden nahe der albanischen Grenze. Die Wassertemperaturen der Adria erreichen im Juli und August 26 bis 28 Grad. Kies und Sand wechseln sich ab. Die Hauptsaison ist Juni bis September; außerhalb davon sind viele Einrichtungen geschlossen.

1. Sveti Stefan Beach

Sveti Stefan ist das Bildmotiv Montenegros: eine mittelalterliche Befestigungsinsel, über einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden, und davor zwei Strandabschnitte mit rosafarbenem Sand (aus zermahlenem Korallensand). Das Inselhotel ist exklusiv und teuer; die öffentlichen Strandabschnitte (Przno Beach links und Milocer Beach rechts) sind zugänglich. Der Anblick aus der Ferne übertrifft das Erlebnis von nahe.

2. Mogren Beach, Budva

Budva ist das pulsierendste Strandreiseziel Montenegros. Mogren ist der schönste Stadtstand: zwei Buchten, durch einen Felsentunnel verbunden, mit feinem Kiesstrand und klarem türkisfarbenem Wasser. Die Altstadt von Budva liegt zehn Minuten zu Fuß entfernt. Im Juli und August voll, im Mai und September gut.

3. Jaz Beach, Budva-Region

Jaz liegt drei Kilometer nördlich von Budva: ein langer, breiter Sandstrand mit ruhigerem Wasser als Mogren. Bekannt als Konzertgelände (Rolling Stones und Madness traten hier auf). Weniger dicht bebaut als die Budva-Hauptstrände.

4. Plavi Horizonti, Krašići, Boka Kotorska

Die Bucht von Kotor ist eines der dramatischsten Fjord-ähnlichen Küstenpanoramen Europas. Plavi Horizonti (Blaue Horizonte) bei Tivat-Krašići ist ein kleiner Strand innerhalb der Bucht: ruhiges Wasser (kein offenes Meer), klarer als man erwartet, mit dem Bergpanorama der Bucht als Kulisse.

5. Veliki Pijesak, Petrovac

Petrovac ist ein kleinerer Ort südlich von Budva mit zwei angenehmen Strandabschnitten. Veliki Pijesak (Großer Sand): feiner golden-grauer Kies, ruhigeres Wasser als Budva, weniger Massentourismus. Das Städtchen hat eine venezianische Türkenschlacht-Geschichte und ein kleines Kastell am Strand.

6. Ploče Beach, Ulcinj

Ulcinj liegt an der Grenze zu Albanien und hat den osmanischen Altstadtcharakter der Region. Ploče ist ein kleiner Strand in einer Bucht nördlich der Altstadt: ruhigeres Wasser, Kies, historische Stadtkulisse.

7. Velika Plaža (Großer Strand), Ulcinj

Velika Plaža ist mit 13 Kilometern der längste Strand der gesamten östlichen Adria. Feiner Sand, flaches Wasser, sehr wenig Bebauung — ein Strandabschnitt, der in dieser Länge und Ruhe in Westeuropa nicht mehr existiert. Im August ein wenig belebter; der Mittelteil bleibt auch dann ruhig.

8. Žukotrlica Beach, Petrovac

Žukotrlica ist ein versteckter Kiesstrand südlich von Petrovac, nur über einen Waldpfad erreichbar. Klares türkisfarbenes Wasser, kaum Besucher. Einer der ruhigsten Punkte der Budva-Riviera.

9. Lučice Beach, Budva-Region

Lučice ist eine Bucht zwischen Budva und Petrovac: ein halbmondförmiger Kiesstand mit kristallklarem Wasser. Per Boot oder Wanderpfad von Petrovac erreichbar. Keine direkte Straßenanbindung hält die Massen fern.

10. Savina Beach, Herceg Novi

Herceg Novi liegt an der Einfahrt zur Bucht von Kotor im Norden. Savina ist ein kleiner Stadtstrand nahe dem Kloster Savina: kein großes Strandpaket, aber ein angenehmer Ausgangspunkt für Erkundungen der Bucht von Kotor und der Befestigungsanlagen.

Bucht von Kotor: Ein eigener Kosmos

Die Bucht von Kotor ist streng genommen kein Fjord (sie ist nicht glazialen Ursprungs), sondern ein tektonisch entstandenes Ria-System — aber optisch verblüffend ähnlich einem nordischen Fjord. UNESCO-Welterbe. Kotor, das weiß ummauerte Städtchen am tiefsten Punkt der Bucht, ist das bekannteste Motiv; weniger bekannt sind die kleinen Stranddörfer am Rand der inneren Bucht (Ljuta, Morinj, Risan). Das Bucht-Wasser ist ruhig, geschützt und etwas wärmer als das offene Adria-Wasser. Kleine Strände innerhalb der Bucht (Perla Beach, Plavi Horizonti) haben ein Gebirgssee-Charakter, nicht einen mediterranen.

Wanderweg über der Bucht: Der Weg von Kotor nach dem Bergdorf Njeguši (800 Höhenmeter, zwei bis drei Stunden) bietet Ausblicke auf die gesamte Bucht, die in dieser Dramatik kein Strand von unten bietet. Die Kombination Strand und Bergwanderung ist ein Alleinstellungsmerkmal Montenegros.

Reiselogistik

Podgorica und Tivat haben Flugverbindungen von Wien und Frankfurt. Günstigste Option: Flug nach Dubrovnik und Mietwagen-Transfer (1,5 Stunden). Die Küstenstraße M2 verbindet alle Strandorte; im Sommer gibt es Staus am Tunnel bei Budva. Alternativ: die Fähre über die Meeresenge bei Lepetane verbindet beide Seiten der Bucht von Kotor und spart die Umfahrung. Übernachtungs-Empfehlung: Kotor oder Budva als Basis für Tagesausflüge an alle genannten Strände; kein Strandort ist von einem anderen mehr als 45 Minuten entfernt.

Auf der Karte erkunden

Alle montenegrinischen Strände — von Herceg Novi bis Ulcinj — sind auf der interaktiven Karte eingetragen. Der Montenegro-Filter zeigt die komplette Adriaküste inklusive der Bucht von Kotor.