Die 10 schönsten Strände Tunesiens
Tunesien hat 1.300 Kilometer Mittelmeerküste — vom grünen Norden (Tabarka, Bizerte) bis zur Wüstenatmosphäre im Süden (Djerba, Zarzis). Das Mittelmeer ist flach und warm: 24 bis 28 Grad im Sommer. Keine gefährlichen Strömungen an den meisten Hauptstränden, sanfte Brandung, heller feiner Sand. Direktflüge aus Deutschland nach Djerba und Monastir in 2,5 bis 3 Stunden machen Tunesien zum nächstgelegenen wirklich warmen Strandurlaub.
1. Plage de Sidi Bou Said, Sidi Bou Said
Sidi Bou Said liegt 20 Kilometer nördlich von Tunis: das weiß-blaue Dorf auf dem Kap mit dem berühmtesten Blick Tunesiens. Der Strand darunter (La Baie des Singes) ist ein kleiner Kiesstrand in einer Bucht. Für sich allein genommen mittelmäßig; im Kontext des Gesamtorts eines der schönsten Küstenerlebnisse Nordafrikas.
2. La Marsa Beach, Vorort Tunis
La Marsa ist der gehobene Stadtstand von Tunis: breiter weißer Sandstrand, Promenade, Cafés und Restaurants dahinter. Im Sommer mit Tunisern aus der Hauptstadt voll; das Wasser ist sauber und warm (26 bis 27 Grad im August). Erreichbar per TGM-Stadtbahn von Tunis in 40 Minuten.
3. Hammamet Beach
Hammamet ist Tunesiens bekanntestes internationales Touristenziel mit einem langen weißen Sandstrand und einer dichten Hotelreihe. Das Wasser ist warm und ruhig, Familienstrand klassischer Art. Die Medina von Hammamet und das benachbarte Nabeul (Keramik-Markt) sind kulturelle Ergänzungen.
4. Sousse Beach (Boujaffar Beach)
Sousse ist die drittgrößte Stadt Tunesiens mit einem breiten weißen Stadtstand entlang der Touristenmeile: warm, sicher, gut bewacht. Die Medina von Sousse (UNESCO-Weltkulturerbe) ist fußläufig erreichbar.
5. Plage de Louka, Tabarka
Tabarka liegt im grünen Nordwesten Tunesiens nahe der algerischen Grenze: Korkwälder bis an die Küste, kristallklares Wasser, Tauchen auf einem der besten tunesischen Riffe (Korallen und Seenadeln). Der Strand selbst ist weniger weiß und breiter als die Ostküstenstrände, aber die Natur drumherum ist einmalig.
6. Plage Cap Serrat, Bizerte
Cap Serrat liegt im äußersten Nordwesten Tunesiens in der Nähe von Bizerte: ein langer natürlicher Sandstrand nahe dem einzigen Nationalpark Tunesiens (Ichkeul-Nationalpark). Kaum Tourismus, sauberstes Wasser der tunesischen Küste, Kiefernwälder dahinter.
7. Djerba Strände (La Seguia / Sidi Mehrez)
Djerba ist Tunesiens bekannteste Insel: per Damm und Fähre erreichbar. La Seguia Beach (auch Aghir) im Südosten ist einer der ruhigeren Strandabschnitte; Sidi Mehrez im Norden ist breiter und weißer. Jüdische und muslimische Kulturtradition auf der Insel (Ghriba-Synagoge) ergänzen das Strandprogramm.
8. Monastir Beach
Monastir hat den Flughafen für die Strände zwischen Hammamet und Sfax. Die Ribat-Festung aus dem 8. Jahrhundert steht direkt am Strand. Das Wasser ist warm, der Sand weiß, und die Festungskulisse macht Monastir zu einem der interessantesten Stadtstrände Tunesiens.
9. Plage Sidi Ghrib, Tunis-Umgebung
Sidi Ghrib liegt westlich von La Marsa und ist ein ruhigerer, weniger bekannter Stadtrand-Strand von Tunis. Weißer Sand, warmes Wasser, kaum internationale Touristen. Für Menschen, die Tunis mit einem Strandtag kombinieren wollen, ohne in ein Resort zu fahren.
10. Zarzis Beach, Südtunesien
Zarzis liegt südlich von Djerba und hat einen der längsten weißen Sandstrände Tunesiens, fast ohne Bebauung. Das Wasser ist 26 bis 28 Grad im Sommer; die Atmosphäre ist ruhig und weit weg von Massentourismus. Olivenhaine grenzen direkt an die Küste.
Tunesien als Kulturdestination
Strandurlaub in Tunesien funktioniert anders als in Griechenland oder Spanien: die Medinas (historische Altstadtbereiche) der großen Küstenstädte bieten eine eigene Reisedimension. Tunis-Medina (UNESCO), Sousse-Medina (UNESCO), Kairouan (heiligste Stadt Nordafrikas) sind weniger als zwei Stunden von den meisten Strandorten entfernt. El Jem (römisches Amphitheater, drittgrößtes der Welt) liegt zwischen Sousse und Sfax. Karthago (zerstörte phönizisch-punisch-römische Stadt, direkt an der Küste bei Tunis) ist ein Halbtages-Ausflug vom Strand von La Marsa.
Die Gastronomie der Küstenstädte verbindet mediterrane und nordafrikanische Einflüsse: frischer Fisch, Couscous, Brik (frittiertes Teigpaket mit Ei), Harissa (scharfe Paprikapaste), frische Feigen und Datteln. Das kulinarische Erlebnis ist ein eigenständiger Reisegrund.
Reisehinweise
Direktflüge nach Djerba und Monastir aus deutschen Großstädten. Tunesien ist kein visumspflichtiges Ziel für EU-Bürger (bis 90 Tage). Tunesischer Dinar kann nicht aus dem Land ausgeführt werden; Geld am Flughafen oder in der Stadt wechseln. Alkohol ist in regulären Restaurants und Hotels verfügbar, in Medinas-Cafés manchmal nicht. Beste Reisezeit für Strandurlaub: Mai bis Juni und September bis Oktober — angenehme Temperaturen (24 bis 28 Grad), warmes Wasser, weniger Massentourismus als im Juli und August.
Auf der Karte erkunden
Alle tunesischen Strände — von Tabarka bis Zarzis — sind auf der interaktiven Karte eingetragen. Der Tunesien-Filter zeigt die komplette Küstenlinie von Nord nach Süd.